Aktuelle Ausgabe
Sie halten die LESART 1/26 in der Hand. Unsere erste Ausgabe des Jahres erscheint immer kurz vor der Leipziger Buchmesse, was Ihnen zeigt: der Bücherfrühling lässt viele Blüten blühen und die LESART gibt es auch im Jahr 2026. Die »Donau« ist in diesem Jahr Gast»land« der Leipziger Buchmesse, der zweitlängste Fluss Europas. Die Buchmesse hat in diesem Jahr zum ersten Mal kein einzelnes Gastland, sondern konzentriert sich auf eine sehr große Region, und dass es sich dabei um die Donau und die zehn Länder, durch die sie fließt, handelt, passt zu dem Schwerpunkt Südosteuropa, den es in den vergangenen Jahren ohnehin schon gab. Eine ungemein vielgestaltige Region ist das, und entsprechend unterschiedlich sind auch die Bücher, die zu diesem Schwerpunkt passen und die wir Ihnen in dieser LESART-Ausgabe ans Herz legen wollen (Betty Boras, Marko Dinić, Paul Lendvai u.a.m., siehe unser Fokusthema: Donau). Diese Bücher zeigen uns auf, welche Schätze, aber auch welche Schrecken in den verschiedenen Kulturen und Ländern noch entdeckt werden können.
Vor Drucklegung ist dann auch noch die »Shortlist« für den »Preis der Leipziger Buchmesse« auf dem Tisch gelandet, und siehe da, Katerina Poladjan (nominiert für Belletristik) haben wir in der LESART 3/25 vorgestellt, in diesem Heft Ulli Lust (Sachbuch) und András Visky (Übersetzung), Sie werden noch weitere finden.
Jede Messe ist auch der Beginn einer Reise in die Literatur, jede Literatur ist der Beginn einer Reise – in die Zukunft, in die Probleme der Gegenwart, in die Geschichte, um für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Es ist eine Welt voller Entdeckungen, wie sie auch dem Literaturagenten und Verleger Peter Graf immer wieder gelingen. Das Glück einer solchen Entdeckung hat uns das Titelbild dieser LESART-Ausgabe beschert, eine Seite aus »A London Diary«, der ins Exil geschickten, fünfzehnjährigen Lili Cassel-Wronker im Winter 1939/40. Es ist Krieg, und während Bomben auf London fallen, ist dieses Mädchen fasziniert von der Schönheit der Welt und offenbart in ihren Zeichnungen einen unerschütterlichen Optimismus. Sie ist eine Jugendliche, die sich durch die Schrecken der Erwachsenenwelt nicht erschüttern lässt. Aus ihren Zeichnungen und Bildgeschichten entstand ein Buch, das uns herausfordert, die Schrecken dieser Erwachsenenwelt, die Feindseligeiten und Konflikte zu beseitigen, für die Zukunft unserer Jugend. Dank an die Erben von Lili, dass sie uns den Abdruck genehmigt haben, Dank an die Deutsche Nationalbibliothek und an Peter Graf, die dies vermittelt haben.
Was wir in dieser LESART nicht geschafft haben, ist die Betrachtung der Bücher um den Fall von Giséle Pelicot, es hätte gepasst zum Internationalen Frauentag, der am 8. März begangen wird. Dazu gehören das Buch ihrer Tochter, aber vor allem ihre Autobiografie, die Biografie einer Frau, die sich trotz schlimmster Erniedrigungen ihren Optimismus und ihre Lebensfreude nicht hat nehmen lassen. Auch wenn diese Bücher wohl längst Bestseller sein werden: das Thema bleibt, es beschäftigt uns, die Literatur, und ist auch zu wichtig, um übergangen zu werden.
Ihr LESART Team
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Auslieferung am: 12.03.2026
Die nächste LESART erscheint im Juni 2026
Über uns
Die Lesart ist ein unabhängiges Journal für Literatur und erscheint seit 1994 quartalsweise in Deutschland. Der Vertrieb erfolgt an DirektabonnentInnen und an gegenwärtig ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Herausgeber
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Die Lesart wurde von dem in Stralsund an der Ostsee gebürtigen Journalisten und Publizisten Dr. Karsten Schröder 1994 mit Freunden in Bonn als „anderes Literaturmagazin“ gegründet, seit Ende der 90er Jahre von ihm in Rangsdorf bei Berlin weitergeführt. 2019 hat Manfred Keiper (andere buchhandlung) die Lesart übernommen und fungiert als Herausgeber und Verleger. Die Lesart erscheint seitdem in Rostock – ebenso an der Ostsee.
- Mitwirkende
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Herausgeber: Manfred Keiper (V.i.S.d.P.)
Chefredakteur: Matthias Schümann
Redaktion: Jacqueline Dubberke, Manfred Keiper
Gestaltung: Agentur Novación Grafikdesign, Rostock
Satz, Layout: Gundula Dinse, www.novacion.de
Druck/Vertrieb: TZ-Verlag & Print GmbH, Roßdorf, www.tz-verlag.de
Als RezensentInnen arbeiten über 20 BuchhändlerInnen, JournalistInnen; PublizistInnen und GeisteswissenschaftlerInnen an der Lesart mit.
- Konzept & Inhalt
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Die Lesart ist ein Journal für Literatur und erscheint vier Mal im Jahr als Printmagazin. Auf 64 Seiten und vier Umschlagseiten im DIN A4-Format werden jeweils ca. 50 – 60 aktuelle Bücher aus den Bereichen Literatur, Kinder- und Jugendbuch sowie Sachbuch, insbesondere aus den Bereichen Geschichte und Kulturgeschichte, Kunst, Musik und Theater, Biografien, sowie Politik und Populärwissenschaften, besprochen.
Die Redaktion ist in der Auswahl der rezensierten Titel unabhängig. Die Auswahl erfolgt durch die Redaktion in Korrespondenz mit den RezensentInnen. Wir besprechen Bücher, die wir auch selbst lesen und ins Regal stellen möchten.
Die Lesart erscheint ausschließlich in deutscher Sprache.
Der Vertrieb erfolgt zum einen an DirektabonnentInnen, zum anderen über ca. 350 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Lesart weiterverkaufen oder als Kundenmagazin einsetzen.
Die Lesart finanziert sich durch Anzeigen, Abonnementsgebühren und die Beiträge für die Marketingexemplare.
- Mediadaten
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Hier finden Sie unsere allgemeinen Mediadaten für 2026.
Für den herstellenden und verbreitenden Buchhandel finden Sie die Mediadaten 2026 hier.
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